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Brautstraußwerfen - ein beliebter Hochzeitsbrauch

Der Bräutigam bringt den Brautstrauß mit zur Hochzeit

Die Musik tönt noch mit weich verliebten Wellen hinter dem Brautpaar, die Brautgäste versammeln sich mit dem verliebten Paar zum standesgemäßen Hochzeitsfoto, doch die Aufregung ist schon zu spüren.! Frage: Wer wird die nächste Braut sein? Alles schaut sich um, das Alter spielt keine Rolle, doch wer wird die Glückliche sein?

Brautstrauß
Copyright: Blumenbüro Holland

Endlich ist es soweit, alle Fotos sind „geschossen“, und schon hebt die Braut den Arm mit dem schönen Brautstrauß, den ihr der Bräutigam vor der Hochzeitsfeier mitgebracht und für die Feier geschenkt hatte, und wirft ihn dann mit Freude strahlendem Geicht über ihren Kopf hinweg nach hinten in die Menge der Brautgäste. Ein Riesenfreudenschrei erschallt, es hat ihn die Richtige gefangen, diejenige, die sich so sehr gefreut hat darauf, um als nächste ihr Ja-Wort zu geben.

 Es ist die beste Freundin, also wie könnte es anders sein. Doch neulich fing eine Siebzigjährige den Brautstrauß zu ihrer eigenen Verblüffung. Da drehten sich alle Gäste fragend um, ein älterer attraktiver Herr trat da auf sie zu und machte ihr vor allen einen formvollendeten Heiratsantrag. Dass das nicht von ungefähr geschah, war dennoch allen klar. Riesengelächter. „Da können wir ja eigentlich wieder umkehren und die neue Trauung feiern“, rief ein übermütiger Hochzeitsgast. Wieder fröhliches Gelächter.

Doch eigentlich wurmt es so manche Braut, ihren so liebevoll gebundenen Brautstrauß in die Menge zu werfen. Vorschlag: „Es sollten zwei identische Brautsträuße gefertigt werden, damit die Braut „ihren“ Brautstrauß weiterbehalten kann. Das ist dann tröstlich und für einige Tage noch ein schönes Blütenfest. Und die Brautjungfern und die bisher unverheirateten – so sie noch heiraten wollen – sind auch getröstet, denn dem Brauch „Brautstrauß werfen“ ist Genüge getan.

Also was die Historie anbelangt, da weiß man nicht so recht, seit wann dieser Brauch existiert. Viele glauben, dass dies in der Zeit der Renaissance begonnen haben soll, dass ein blühender und stark duftender Brautstrauß in der Umgebung der Braut wichtig war, weil viele Gäste es damals mit der „duftenden Hygiene“ nicht so genau genommen haben sollen. Aber sicher ist diese „Erkenntnis“ nicht, also werfen wir auch diese weg und freuen uns an dem schönen Brauch, dass die Braut ihr schönes Blütenwerk fröhlich in die Menge wirft, um einer anderen Dame – egal in welchem Alter auch immer – die Freude auf ein neues Leben zu zweit erhoffen lässt. Hallo, werfen wir also den Brautstrauß, damit die Richtige hoffen kann.