Gay Wedding - Der Heiratsantrag

Die erfüllte Reise - Teil 2: Der Heiratsantrag



Auch in homosexuellen Beziehungen gibt es eine Rollenverteilung. Nicht immer ist diese nach außen klar ersichtlich, dennoch gibt es sie in allen Liebesbeziehungen. Das weibliche und das männliche Prinzip trägt jeder Mensch in verschieden ausgeprägten Anteilen in sich. Das weibliche Urprinzip ist das Steuern und das männliche das Handeln. Wollen zwei immer denselben Part, um zu beweisen wer besser ist, führt das zu Konkurrenz und Konflikten. Wenn Bereiche und Aufgaben miteinander abgestimmt werden unter der Maßgabe „was funktioniert und was nicht“, entsteht eine gewinnbringende Basis. In homosexuellen Beziehungen kann das Paar wählen, wer welchen Part übernimmt, zudem kann dies immer wieder neu gewählt werden.

Ein Restaurant in Krefeld. Zwei Frauen, die sich gegenüber sassen, Kerzenschein, leckeres Essen, guter Wein und der entscheidende Moment. Nasrin ahnte, Sabine formulierte und natürlich hat sie ja gesagt. Es folgte ein Tanz im Restaurant, zwischen Tischen und Stühlen auf Wolke 7. Sie haben an diesem Abend noch lange über Liebe, Träume, Visionen und Ziele gesprochen, mit der Gewissenheit den Menschen, mit dem sie ihr Leben verbringen möchten, gefunden zu haben - dankbar um dieses Geschenk. Wenn das Herz spricht, ist es nicht wichtig, wer wem den Antrag macht. Wichtig ist, dass beide ein klares JA für einander haben. Wenn wir in uns hineinhorchen, wissen wir mehr als wir mit dem Verstand fassen können und das ist gut.

Fotos und Text © N.Degenring



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