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Foto: Domicil
Wer genau die Idee zum ersten Mal hatte, eine Geschenkeliste anlässlich bevorstehendem Hochzeitsfest auszulegen und seine Gäste und Freunde des Hauses dezent darauf hinwies oder dies vielleicht auch als PR Gag oder als Neuigkeit in Sachen Hochzeitsbräuche verkündete, keiner weiß was Genaues.
Aber die Idee der Hochzeitsgeschenke Liste hat sich als eine äußerst sinnvolle und praktische Vorgehensweise herausgestellt und so stelle man sich das vor:
An einem gemütlichen Nachmittag sitzen das Brautpaar und die Schwiegermutter oder Trautzeugen oder andere Freunde oder Geschwister zusammen und überlegen, was man sich alles so wünscht und wo der willige Spender das Geschenk wohl kaufen kann. Dann macht man eine Geschenke-Liste, die man nach verschiedenen Kriterien aufschreiben kann - zum Beispiel:
• nach dem Alphabet A-Z oder Z-A oder
• sortiert nach Quellen oder
• nach Preisen in aufsteigender oder in absteigender Reihenfolge
• nach Sachgebieten oder
• nach Farben oder nach Größen
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Aber nun soll die Liste ja auch möglichst vielen Interessierten zur Verfügung stehen. Früher – und manchmal vielleicht sogar heute noch - teilte man daher in der Hochzeits-Anzeige mittels beiliegendem Zettelchen (in Visitenkartenformat) mit, dass es eine Hochzeits-Geschenkes-Liste gibt und wo man diese einsehen kann.
Heute aber kann man sie oft sogar schon Wochen vor dem Hochzeitstermin im Internet abrufen, meistens aber liegt sie außerdem in den favorisierten Geschäften unter dem Namen oder einen Stichwort - zum Beispiel „Hochzeit Meier-Müller“ - aus und wird dort dann auch „abgestrichen“. Das heißt, ist ein aufgeschriebenes Teil von einem Gast aus dem besagten Freundeskreis des bekannten Hochzeitspaares gekauft, wird die Position durchgestrichen und steht damit nachweisbar nicht mehr zur Verfügung.
Wenn Ihnen aber weder schriftlich noch mündlich die Wünsche bekannt gegeben wurde, dann fragen Sie am besten beim Hochzeitspaar nach und erfahren vielleicht auch ohne Liste, wovon das Paar so träumt. „Umtausch möglich“ muss man dann einfach mit einkalkulieren. Kann ja auch ganz witzig sein, nach der Feier die Hälfte der Geschenke gegen andere umzutauschen.