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Institution Ehe – eine Betrachtung unter religiösen Gesichtspunkten

Bevor man sich mit der Eheschließung unter dem Blickwinkel des religiösen Einfluss beschäftigt, lohnt es sich aber doch, einen kurzen Blick auf die Ehe in ihrer heutigen Form als Institution und als Organisationsmodell zu werfen.

Um eine Ehe bilden zu können, benötigt es 2 Menschen unterschiedlichen Geschlechts - in manchen Ländern ist dies allerdings auch mit gleichgeschlechtlichen Personen möglich. Die Lebensgemeinschaft muss sozial und durch gesetzliche Regeln anerkannt sein. Die Betroffenen nennt man Eheleute oder Ehegatten und sie werden auch als Ehepartner bezeichnet.
Gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten bestimmen sehr stark die Bedeutung der Ehe in den jeweiligen Bevölkerungsgruppen. Durch permanente Veränderungen der Gegebenheiten ist die Bedeutung der Ehe auch in den Köpfen der Menschen ständig in Bewegung. Durch die Trennung von Staat und Kirche (Säkularisierung) in vielen Ländern, kennt man dort sowohl – wie es bei uns heißt – die standesamtliche Trauung als auch die kirchliche. In vielen Ländern ist diese Trennung aber gar nicht vorhanden, da es dort zum Teil gar keine Standesamtliche Trauung gibt und der Bund der Ehe nur durch die religiösen Oberhäupter geschlossen wird.

Hier in Deutschland kann man sich sowohl kirchlich als auch standesamtlich trauen lassen. Die standesamtliche Trauung ist für die kirchliche Trauung seit 2007 nicht mehr Voraussetzung.

In Deutschland wird man standesamtlich auch mehrmals getraut, Voraussetzung ist allerdings die vorhergehende Scheidung. Das heißt, Vielweiberei oder gar mit mehreren Männern gleichzeitig verheiratet zu sein, ist in Deutschland nicht gestattet.

Wir werden in der nächsten Zeit über die verschiedenen Möglichkeiten von Eheschließung und Heirat erzählen, denn es gibt in den unterschiedlichen Religionen und Ländern doch recht große Verschiedenheiten, die für uns in unserer säkularisierten Gesellschaft mittlerweile unvorstellbar sind und oft ungläubiges Erstaunen hervorrufen, wenn man durch immer wieder aufflammende öffentliche Diskussionen mehr zufällig damit konfrontiert wird.