Die Jüdische Hochzeit - Wussten Sie, wie bei den Juden geheiratet wird?
Heiraten ist noch lange nicht Heiraten!! Und nicht nur andere Länder - andere Sitten, nein, auch andere Religionen - andere Riten. Wir berichten in unregelmäßiger Folge.
Judentum, Christentum und die Muslimische Welt sind uns - neben unzähligen kleineren religiösen Gemeinschaften und Glaubensgruppen auf der Welt - die am meisten bekannten Organisationen, unter deren Gesetzes- und kulturellen Bedingungen sich getraut wird, heiraten und hochzeitfeiern gesellschaftlich anerkannterweise also möglich ist.
Die Jüdische Hochzeit, also jüdisch heiraten, können nur Juden oder zum jüdischen Glauben übergetretene Menschen. Sie findet in der Regel in einer Synagoge statt, im Sommer aber auch im Garten oder im Haus. Da sich Braut und Bräutigam eine ganze Woche vor der Trauung nicht mehr sehen, beginnt die Zeremonie mit 2 Empfängen. Der eine ist für die Braut und der andere ist für den Bräutigam, der dann die Braut mit einem Schleier verhüllt und damit verkündet, dass er nicht in erster Linie an ihrer äußeren Schönheit interessiert sei, sondern an ihrer nie vergehenden inneren.
Zwei Trautzeugen sind erforderlich und natürlich, die fast wichtigste Person ist der Geistliche = Rabbiner= Ba´al Kidduschin genannt. Er muss das Brautpaar segnen und den Ehebrief (Ketuba) vorlesen, in dem die Pflichten des Ehemannes aufgeschrieben sind. Nach dem Empfang werden der Bräutigam und dann die Braut von den „Ehrenwächtern“ - meist entweder durch die Trautzeugen oder die Eltern - zur Chuppa, dem Hochzeitsbaldachin geführt.
Nach dem Verlobungssegen, den der Rabbiner ausspricht, setzt der Bräutigam der Braut einen Ring auf den Mittelfinger und spricht: „Mit diesen Ring bist du mir angeheiligt nach dem Gesetz von Mosche und Jsrael.“
Die sieben Lobpreisungen über einem Glas Wein folgen und mit dem Zertreten des Weinglases durch den Bräutigam ist die Trauzeremonie beendet. Erst dann dürfen die Gäste gratulieren und es beginnt der fröhliche Teil eines neuen Lebensabschnitts, der noch eine ganze Nacht lang für die Brautleute und die Gäste weiter geht.
Die vielen biblischen, historischen, mystischen und rechtlichen Schritte und Möglichkeiten aber, die es hier noch aufzuschreiben gäbe, würden bei weitem diesen Rahmen sprengen. Bei weiterem Recherchieren - und wer Lust und Interesse daran hat, dem tut Google immer gut - kann man sich - bis hinein in viele Details - unter dem Begriff „Jüdische Hochzeit“ weithin und weiterhin sachkundig machen.








