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Hochzeitsbrauch: Bettlaken mit Herz zum Ausschneiden

Ein alter Hochzeitsbrauch beginnt mit einem Bettlaken und einem Herz darauf

Herz ausschneiden - Wer stolpert riskiert sein Glück

Hochzeit, Liebe, Bettlaken und Herz, das gehört einfach zusammen. Doch halt, „Honny soit qui mal y pense“ (Übersetzt: Vermaledeit sei, wer Schlechtes dabei denkt). Wer kann bei Hochzeit und Liebe überhaupt Schlechtes denken. Das ist ja eigentlich ein Freudenfest der Liebenden. Und für die Gäste. Denn es gibt einen alten Brauch, der eine Renaissance erlebt, weil er Spaß macht, dem Brautpaar und natürlich, der Familie und den Gästen.


Foto: Copyright hochzeit-creativ.de

Denn  dieser nicht so sehr romantische Brauch soll zeigen, ob Sie und Er auch richtig zusammen arbeiten können! Arbeiten? Natürlich. Denn auf ein großes Bettlaken wird ein großes und dann noch rotes Herz gemalt. Dann erfüllt es seine Aufgabe just dann, wenn das Paar zum Standesamt oder zur Kirche schreitet: fein herausgeputzt und in Erwartung freudiger Dinge. Doch davor ist nun das große Bettuch gespannt und versperrt den Weg.

Das Paar muss nun mit vereinten Kräften und einer Schere zuerst das große rote Herz aus dem Bettlaken schneiden, eine nicht immer leichte Arbeit. Und dann muss es durch die entstandene „Herzöffnung“ gemeinsam hindurch schreiten, um überhaupt den Weg ins gemeinsame Glück gehen zu können. Da soll es auch schon einmal einen begeisterten Bräutigam gegeben haben, der seine Liebste durch dieses Herz getragen hat. Er konnte es wohl gar nicht abwarten. Allerdings darf er nicht dabei stolpern, das soll Unglück geben. Und beim Hochzeitsfest ist Glück das höchste Gut. Also nur Mut Hochzeitspaare: Schneidet das rote Herz aus, steigt hindurch ins gemeinsame und hoffentlich lange gemeinsame Glück hinein!