Wer wird der nächste Bräutigam?
Wer das Strumpfband der Braut fängt oder ersteigert, der darf hoffen
Ja, das ist so eine delikate Sache mit dem Brauch „Strumpfbandwerfen“! Wenn die Braut ihren Brautstrauß „blind“ in die Menge der noch unverheirateten Damen wirft, das ist bekannt, dann kann ja die „Empfängerin“ des Brautstraußes hoffen. Doch wie sieht das mit dem Strumpfband der Braut aus?
Da gibt es eine noch nicht stilvolle Erklärung, die aus England stammen soll. Nach der Trauung muss der Bräutigam der Braut das Strumpfband „stibitzen“, was zu viel Gelächter führt. Langsam hebt er vom Saum her das Brautkleid, ob kurz oder lang, bis es zum Oberschenkel der Braut gerutscht ist und sichert sich seine „Beute“. Die wirft er dann in die Menge der Junggesellen. Wer das Strumpfband fängt, der soll dann der nächste „Bräutigams-Aspirant“ sein. Dieses Objekt der Begierde wird dann mit grölendem Gelächter der „Herren der Schöpfung“ - so sie es wirklich sind – entzückt bewundert. Denn Strumpfband ist nicht gleich Strumpfband.
Und da gibt es noch eine andere Version von Brauchtum. Da kann der Bräutigam oder ein „Auktionator“ das Strumpfband versteigern, was immer Anlass ist für eine stimmungsvolle und auch lautstarke Hochzeitsveranstaltung. Wer es dann endlich ersteigert hat, der ist dann der nächste „Bräutigam“. Der kann dann auf „sein“ Fest hoffen. Doch das schönste ist die Stimmung, ist die gute Laune. Eine Hochzeit, bei der viel gelacht wird, die kann ja nur in eine glückliche Ehe hineingleiten!








